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Alles, was Sie bewegt

Wir möchten Licht in den Dschungel von Unklarheiten und Fragen bringen. Wir stellen immer wieder fest, dass die meisten im Schulunterricht "Physik", insbesondere, wenn es um Strom und Leistung ging, nicht wirklich viel im heutigen Leben davon behalten haben. Strom kommt aus der Steckdose! Das ist, was beim normalen Verbrauchern in der Regel hängen geblieben ist. Und nun kommt Strom auch noch aus dem Batteriespeicher. Tja, und hier stellen wir in vielen Punkten dann doch grosse Missverständnisse fest. Strom ist nicht gleich Strom. Batterie ist nicht gleich Batterie. So, wie Äpfel nicht gleich Birnen sind.

Immer wieder kehrende Fragen versuchen wir zu sammeln und hier für alle zu beantworten. Am Schluss der Seite haben Sie die Möglichkeit IHRE Frage an uns zu stellen, wenn Sie keine passende Antwort gefunden haben. Wir werden Ihnen diese auf jeden Fall beantworten. Versprochen!

Ein Monitoring-System ist ein Überwachungssystem einer Batterie und der PV-Anlage. Gängige Monitoring-Systeme sind z.B. Solarlog, Smart1 oder Loxone. Das Monitoring von salidomo© kann PV-Wechselrichter, die über das Sunspec-Protokoll verfügen, auslesen und im Monitoring darstellen. Ebenso werden diese PV-Daten in der Energiestatistik berücksichtigt. salidomo© kompatible PV-Wechselrichter sind u.a. von Fronius, Solaredge oder SMA. Wenn die Auslesung der Daten eines PV-Wechselrichters nicht möglich ist, kann ein zusätzlicher PV-Zähler, der die PV-Solarleitung misst, installiert werden. So können auch die Daten nicht kompatibler PV-Wechselrichter im Monitoring des salidomo© dargestellt werden. 

Die Steuerung des salidomo© (Venus GX von Victron) kommuniziert über Modbus TCP. Wenn Steuerungs- und Monitoringsysteme Dritter den salidomo© einbinden möchten, kann dies über das Modbus TCP-Kommunikationsprotokoll geschehen. Die Integrationsarbeit in Drittsysteme wird nicht von innovenergy durchgeführt oder supportet, sondern geschieht auf Eigenregie des Anwenders. 

Je nach Fahrzeuggrösse und -typ haben Elektroautos eine Batteriekapazität von ca. 30 kWh bis 100 kWh. Der salidomo© hat eine Batteriekapazität von 9 kWh oder 18 kWh. Ein Haus (Licht, Kochen, Waschmaschine etc.) verbraucht nach Sonnenuntergang bis zum nächsten Morgen in etwa die Menge ans Speicherkapazität, die ein salidomo© hat – eben 9 kWh oder 18 kWh – je nach Grösse des Hauses und der Anzahl der Haushaltsteilnehmer.

Es ist ein einfaches Rechenexempel, dass für ein Elektroauto meist zu wenig  Speicher übrig bleibt. Je grösser nun die Elektroautobatterie sowie die tägliche Fahrleistung und je kleiner die Hausbatterie im Verhältnis zur Elektroautobatterie, desto ungünstiger wird dieses Verhältnis. Eine 9 kWh-Speicherbatterie kann an ein Elektroauto mit 30 kWh-Speicher trotzdem nur maximal 9 kWh abgeben. Nur dann bleibt für den Haushalt nichts übrig. 

Aus energiewirtschaftlicher Sicht macht das Laden des Elektroautos über die Hausbatterie wenig Sinn, denn beim Lade- und Entladeprozess gehen in etwa 30 % der Energie verloren. Und das gilt für alle Niedrigvolt-Batteriespeicher. Das hat etwas mit dem Wirkungsgrad der Wechselrichter und der Speicherbatterie zu tun. Aufgrund dieser Verluste ist es immer wirtschaftlicher das Elektroauto über das Netz zu laden oder tagsüber direkt über die PV-Anlage im Sommer. Es ist sinnvoller Zuhause den Mehrstrom tagsüber einzuspeisen und das Fahrzeug am Arbeitsplatz aufzuladen. 

Generell ist eine Hausbatterie für den Hausgebrauch gedacht und nicht für das Laden von Elektrofahrzeugen.

Auch das Heizen eines Hauses über die Hausbatterie mit einer Wärmepumpe ist nicht sinnvoll. Hier tauchen dieselben Effizienprobleme (Energieverlust) wie beim Laden eines Elektroautos auf. Daher raten wir generell davon ab. 

Typischerweise lässt sich eine Salzbatterie schneller entladen als laden. Ein 9 kWh-Salzspeicher kann mit 6 kW Dauerleistung entladen werden.

Im Sommer sind die Tage lang, der Einstrahlungswinkel der Sonne ist steil. Im Winter sind die Tage kürzer. Es gibt oft schlechtes Wetter mit wenig Sonne und manchmal sind die PV-Module mit Schnee bedeckt. Im Winter kommt es schon mal vor, dass über Wochen gar kein Strom mehr produziert wird. Somit ergibt sich, dass im Sommer PV-Anlagen in etwa 75 % der Jahresenergie und im Winter nur 25 % des Stroms produzieren. 

Damit ist klar, dass ein richtig dimensionierter Speicher im Sommer fast immer gefüllt wird und oft auch Überschuss produziert, aber im Winter dies selten der Fall ist. Wenn der Speicher grosszügig dimensioniert ist und im Sommer eine nahezu 100ige Autarkie bewirkt, kann es sein, dass im Winter der Speicher "zu gross" ist und im Schnitt nicht mehr gefüllt werden kann.

Die Salzbatterie hat die einzigartige Eigenschaft, dass man sie "abstellen" kann. Man schickt sie einfach in den Winterschlaf. Vielerorts macht das ökologisch Sinn, einen Teil einer grossen Batterie z.B. im November bis Februar/März abzuschalten. Denn der Erhalt der ungenutzten Batterie verbraucht unnötig zusätzliche Energie. Im Frühjahr wird die Batterie wieder aufgeweckt und fährt innerhalb von einem Tag wieder schadenfrei hoch und ist voll einsatzbereit. Keine andere Batterietechnologie hat diese Fähigkeit. So kann die Speicherkapazität saisonal angepasst werden.


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