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Die innovenergy Story

Wir schreiben das Jahr 2013. Irgendwo im Berner Oberland auf der Alp Honegg im Eriz knattert ein Diesel-Generator für die Melkmaschine. Die Kühe haben sich mittlerweile an den Lärm gewöhnt. Der Senner Bernhard Aeschlimann jedoch noch immer nicht. Den Preis von Lärm, Gestank und Umweltverschmutzung durch Diesel mag er einfach nicht akzeptieren.

Zur gleichen Zeit an einem anderen Ort ärgern sich Christine Kehrli und ihre Gäste im Jugendstil-Hotel Rosenlaui ebenfalls ob eines laut ratternden Generators aus der Senner-Nachbarschaft. Morgens um fünf Uhr werden alle unsanft aus den Federn gerissen – und das jeden Tag! Das ist alles andere als Erholung, an einem sonst ruhigen und friedlichen Urlaubsort.

Gar nicht so weit von beiden entfernt grübelt Max Ursin darüber nach, wie es im Energiesektor weitergehen soll. Als Fachmann für Wasserkraft weiss er, dass diese Technologie zu 95 Prozent in der Schweiz ausgebaut ist und weitere Speicherseen von Umweltschutzorganisationen blockiert werden. Wohin mit all der Erneuerbaren Energie bei Überschuss und woher nehmen, wenn z.B. keine Sonne scheint, sind die Fragen, die er sich stellt. Als Ingenieur und leidenschaftlicher Innovator stösst er über ein Schweiz-Brasilianisches Projekt auf die Salzbatterie und weiss sofort: Das ist sein Ding!

Das Schicksal kommt per Telefon

Er fängt an zu experimentieren, baut sich Solarzellen aufs Dach und betreibt damit zwei Elektroautos mit Salzbatterien. Dann kommt der schicksalhafte Anruf. „Max, tu was“, sagt Christine Kehrli vom Hotel Rosenlaui. «Der Lärm muss aufhören!» Das war der zündende Anstoss. Ursin erkennt sofort einen Markt und legt los. In seiner grenzenlosen Naivität springt er aus seinem goldenen Käfig und landet unsanft im Stress der Selbstänigkeit. Er kündigt seinen gutbezahlten Job im Wasserkraftwerk und gründet die Firma innovenergy. In seiner Garage baut er den ersten mobilen Salzbatteriespeicher und nennt den Prototypen «Leisemelk». Dieser sorgt in Zukunft auf Rosenlaui für Ruhe. 1‘200 Liter Diesel spart der Betrieb in nur einer Saison ein. Das Ganze bringt also nicht nur umweltfreundliches Melken, sondern rechnet sich auch noch.

 

 

Über Crowdfunding nimmt Max Ursin 60‘000 CHF ein und entwickelt den «Leisemelk» weiter zum «IndieWatt». Seine Vision: Dieselfreie Stromversorgung auf den Schweizer Alp-Betrieben. In einer Bauernzeitung veröffentlicht er sein Vorhaben. Bernhard Aeschlimann ist sofort begeistert und nimmt Kontakt mit Max Ursin auf. Aeschlimann entwickelt für sich selbst eine zusammenklappbare Solaranlage und Ursin liefert den mobilen Speicher dazu. Der Speicher wird tagsüber netzunabhängig über die Photovoltaik mit Energie aufgeladen. Gemeinsam ziehen die beiden mit ihrem Produkt durch die Alpen und bringen Ruhe ins hochgelegene Melkgeschehen.

Mehr als nur Kühe melken

Schnell wird Max Ursin klar, dass Erfolg Standardisierung braucht. Denn jeder mobile Salzbatteriespeicher ist ein Sonderbau. Er findet heraus, dass es keine ökologisch nachhaltigen Batteriespeicher für Einfamilienhäuser gibt, auf deren Dächer mittlerweile viel Photovoltaik verbaut ist. Das ist die Marktlücke und fortan sein Fokus: «Saubere Erneuerbare Energie, gespeichert in sauberen Batteriespeichern.» Also entwickelt er den ersten «salino». Das Produkt kommt im noch sehr kleinen Markt gut an. Bald reicht seine Arbeitskraft allein nicht mehr aus.

Expansion einer Garagenidee

Buchhaltung wird eingestellt, ein Programmierer sorgt für ein sauberes Monitoring des Salzbatteriespeichersystems, ein strategischer Geschäftsführer steigt mit ein, ein Monteur erledigt die Schraubarbeiten und ein professionelles Marketing wird ins Haus geholt. Aus «salino» wird salidomo©. Aus «IndieWatt» wird saliGO!©. Ursin und sein Team entwickeln weiter. Der salitrust© entsteht, auch ein grosser salimax© wird marktreif. Weitere technische Fachkräfte und ein echter Sales-Mann ergänzen das Team. Ende 2021 zählt das Jungunternehmen zehn Mitarbeiter.

Die Salzbatteriespeichersysteme von innovenergy treffen den Zeitgeist von Sicherheit und Nachhaltigkeit. Die Zahl der Referenzen steigt täglich. Hunderte von Einfamilienhäusern nennen mittlerweile einen ökologischen Salzspeicher ihr Eigen. 

Namhafte Firmen werden auf die Salzbatterien aus Meiringen aufmerksam. Insbesondere bei Betrieben, wo die öffentliche Sicherheit eine grosse Rolle spielt, findet Ursin gute Abnehmer. Hierzu gehören einige Schweizer Bahngesellschaften. Erste Grossprojekte werden realisiert, unter anderem mit der Supermarktkette MIGROS

Innovationstreiber im Energiesektor

Unerschöpflich scheint der Innovationsdrang von Max Ursin, denn nun wird ein ganz neuer Markt eröffnet: Private Gleichstrom-Netz-Lösungen mit dem Produktnamen DConnect©. Hiermit wird ein Konzept für grosse Bebauungen mit viel Photovoltaikpotenzial und unterschiedlichen Verbrauchern geboten. Mit einem neuen Ansatz kann hier für entscheidende Veränderungen zur Energiewende beigetragen werden.

Wir schreiben das Jahr 2022. Die Geschichte geht weiter – wie es scheint, eine Erfolgsgeschichte von der Garage zu einem Unternehmen im Energiesektor, dass durch seine hohe Innovationskraft mittlerweile international von sich reden macht.

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